Bemerkung:
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nach oben scrollen.
...bin ich nun zumindest bis Ende
des Jahres, vorausgesetzt ich werde bis dahin nicht von meinem
riesigen Berg von Lernunterlagen erdrückt, die es bis zum Sommer
zu lernen gilt. Denn nun, nach der Rückkehr aus USA muss
weiterhin die Schulbank gedrückt werden, um 13 Themengebiete für
interne Tests neu zu erlernen, nebenher in dem was manche Leute
Freizeit nennen mögen, 49 Themen für den ATPL lernen und dann
sollte man sich zumindest ein wenig für das in zwei Wochen
anstehende AZF, das hochwertigste Funksprechzeugnis vorbereiten.
Aber als Belohnung winkt in drei Monaten der Erhalt des
Führerscheins für Passagierflugzeuge. Nun, ich wage zu
Behaupten, dass ich in den nächsten Monaten von Langeweile
verschont bleiben werde. Und das ist doch was!
Bei all der Beschäftigung wirkt die
Phoenix Zeit schon als ob sie Monate her ist. Aber da gibt es
noch ein paar Bilder, die die Erinnerung wieder zwischen all den
Formeln, Paragraphen und Regulationen hervorrufen. Und
Rückblickend lässt sich sagen: Einprägsam war's. Meistens recht
schön manchmal der Horror, aber missen möchte ich die Zeit auf
keinen Fall. Auf dass die Erinnerungen und die Vorfreude auf
ähnliche Flieger-Erlebnisse die anstehende Durststrecke ein
klein wenig versüßen...
Schwarz auf weiß
:)
Und die von mir
handsignierte sog. Hood vom Final Check
Ein traumhafter
Sonnenuntergang rundet eine intensive Zeit ab. Na, manchmal muss
es eben wie im Film sein :)
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Liebeserklärung an ein unbekanntes Flugzeug |
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Januar
2008 |
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Sicher, Metall und Holz sind wohl
eher langweilige Zeitgenossen. Etwas Gummi untenherum und
fürchterlich stinkendes Avgas Flugbenzin tragen keineswegs zu
einer großartigen Veränderung dieses Eindrucks bei. Nun,
Oberflächlichkeit ist eben auch hier fehl am Platz. So öffne ich
mit einem gekonnt brutalem Handgriff diesmal auf Anhieb die
Seitentüre und genieße den wohlig modrigen Geruch mit einer
sanften Note von Schweiß im Abgang. Herrlich! Flink klettere ich
in das enge Piloten - Separée und Verheddere mich erst einmal
mit meinem Headset Kabel am Tankwahlschalter. Inspiriert von
diesen Erlebnissen und von dem Ölfleck auf meiner Hose, den ich
mir beim Motor-Check zugelegt hatte, schweife ich ab und
überlege mir warum gerade so ein Charakterstarkes Flugzeug mich
im letzten Monat problemlos von A nach B gebracht hat. Denn
schließlich begegneten mir auf unseren langen gemeinsamen Reisen
durchaus viele hübsche und gut gebaute Konkurrenten, die mit
glänzendem Lack und kraftvollen Triebwerken um meine Hand
betteln. Ein sehr reizvolle Dame traf ich eines schönen morgens
am Flughafen von Palm Springs. Diese Stadt liegt unter dem
Meeresspiegel in einem weiten Tal, welches eng von 3.000 m hohen
Bergen begrenzt wird. Der Flughafen lieg unmittelbar unterhalb
dieser steilen Felswände. Vor eben dieser Felswand dann konnte
ich ein Erinnerungsfoto der hübschen Dame schießen:
Geldverschwendung
in Form riesiger Businessjets in Palm Springs
Wie sich herausstellte hieß sie
Gulfstream V und erzählte mir bei einer Tasse Kerosin dass sie
aus beruflichen Gründen in Palm Springs sei. Ihre Aufgabe sei es
stinkreiche Rentner, die sich hier niedergelassen hatte zu
befördern. Die von Ihr erzählten Geschichten über die Ansprüche
eines solchen Klientels schwenkten mehr und mehr in ein
ständiges Gejammer um, weswegen ich mich von diesem Klagen auf
höchstem Niveau abwandte und mit meiner bodenständigen Bonny die
Heimreise antrat. Bonny und ich verstanden uns auf diesem Flug
sehr gut weswegen wir beschlossen in den nächsten Tagen
gemeinsam an die Mexikanische Grenze, nach Nogales Arizona zu
fliegen. Auf dem Flug dahin allerdings war es uns beiden wohl
ein wenig langweilig, weswegen Bonny wie aus heiterem Himmel,
unter Zuhilfenahme der Hand meines Fluglehrers, einen simulated
Enigne-Failure, Rauch im Cockpit und einen Ausfall des
Funkgeräts vorspielte. Na toll Bonny, du kannst auch jede so
gemütliche Zweisamkeit in Stress verwandeln!
Anflug auf
Nogales. Das abfallende Terrain sorgt für einige optische
Täuschungen bei der Landung
Aber trotz diesen nervenden
launischen Gefühlsausbrüchen verstanden Bonny und ich uns in
letzter Zeit immer besser. So verbrachten wir dann auch wenig
später drei Nächte gemeinsam in denen wir wild umher flogen.
Bonny ist zu dieser Tageszeit etwas verschüchtert und hilflos,
denn sie ist eben für das Fliegen nach Sicht ausgerüstet. So
musste ich nun umso vorsichtiger im Voraus Planen, damit wir
beide nicht in irgendeiner kalten Nacht an einem Berg hängen
bleiben. Aber was wir in diesen drei Nächten erlebten, war doch
eines der geilsten Fliegerischen Dinge bis dahin. Traumhaft
schön sieht das riesige Lichtermeer von Phoenix aus und auf der
anderen Seite scheint die Wüste nachts wie ein konturloses
riesiges schwarzes etwas. Mitten in diesem schwarzen Loch durch
mehrmaliges drücken des "Push to Talk Buttons" die
Landebahnbefeuerung selbst anschalten zu können und dann auf
diesem erleuchteten Flugzeugträger im Meer der Finsternis zu
landen ist einfach ein einmaliges Erlebnis!
Highlight war das
nächtliche VFR Fliegen
Die Wüste ist
nachts wirklich sehr schwarz
Aber das war noch lange alles was
wir beiden erlebten. So flogen wir beide ganz alleine ohne
Fluglehrer mehr als 540km. Dies ist vom Luftfahrt Bundesamt so
vorgegeben und mit Sicherheit ein angenehmes Gesetz der
deutschen Aviatik - Autorität. Da es aber immer lustiger ist, je
mehr Leute dabei sind, ging es zweimal in den Norden Arizonas,
und auf dem einen Flug lag sogar Schnee! Bonny hat sich
allerdings bei den eisigen Temperaturen ein wenig Erkältet und
konnte an den Tagen danach nur noch heißen Tee trinken. Aber sie
stimmte mir zu: Es war toll!
Lake Pleasant
Flugvorbereitung
in Lake Havasu City
Parker,
Spielhölle am Colorado
Winterwunderland
"Hoch" hinaus:
10.500ft. Immerhin etwa ein drittel der Reiseflughöhe eines Jets
:)
Flagstaff
Nun schwelge ich in Erinnerungen,
denn leider hielt dieses Glück nicht ewig. Bonny und ich haben
uns nun für etwa einen Monat getrennt, denn sie ist nun viel
damit beschäftigt andere Kurse durch die Gegend zu fliegen. Ich
fühlte mich ein wenig alleine gelassen und war traurig, dass
sich Bonny nicht mehr für mich zu interessieren schien.
Frustriert lernte ich so ein etwas steifes und charakterloses
Gerät kennen, welches sich am liebsten in einem dunklen Raum
aufhält. Ihr Name ist FNPT. Zugegeben, das klingt nicht so wie
Musik wie der Name Bonny, aber sie ist ja auch kein richtiges
Flugzeug sondern ein Flugsimulator. Zwar sind die Erlebnisse mit
dieser Dame nicht so emotional wie die mit Bonny, aber FNPT hat
versprochen mir das Fliegen von Warteschleifen und
Instrumentenanflügen ganz ohne sich nach draußen bei zu bringen.
FNPT glänzt eben durch einen großen Theoretischen Wissensschatz
und auch durch moderne Elektronik. Sie ist nagelneu und
Leistungsstark und bietet mir -objektiv gesehen- nur Vorteile.
Aber irgendwie bin ich im Gedanken immer noch bei Bonny und
hoffe auf eine Versöhnung und weitere spannende Abenteuer in
etwa fünf Wochen. Denn nun sollen es alle wissen: Bonny, ich
liebe nur Dich!
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Von Solos, Cross-Country Flügen, Sicherungen
und anderen Köstlichkeiten |
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Dezember
2007 |
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Viel ist passiert und wenig wurde
darüber berichtet. Ein unbefriedigender Zustand - zugegeben.
Doch nun da die zweite Phase der Ausbildung offiziell mit einem
bestandenen Checkflug abgehakt ist, ist es höchste Zeit auf die
Erlebnisse zurückzublicken. Dieser Abschnitt der Ausbildung
bietet mit am meisten der Abwechslung. Nachdem man in der ersten
Phase ausschließlich in einem Umkreis von knappen 50km um
unseren Heimatflughafen Goodyear unterwegs war, so konnte man
nun aus einer Vielzahl von Flughäfen in Arizona und Kalifornien
auswählen und sich eine passende Flugroute selbst zusammen
schustern. Denn der Schwerpunkt lag im Erlernen der Navigation
und dem fliegen der Bonny mit Hilfe von errechneten Kursen und
Zeiten und mit Hilfe von Karten. Definitiv war das Erkunden der
Umgebung das Highlight dieser Phase, die zu wiederholende so
genannte "Airwork" (Flugmanöver wie zum Beispiel Langsamflug,
Strömungsabriss etc) konnte die Freude hier rüber kaum dämpfen.
Wahrscheinlich sagen die Folgenden
Flughäfen kaum jemandem etwas, denn bis auf Tucson Intl. handelt
es sich ausschließlich um kleine Flughäfen, aber ein Blick in
den Atlas oder auf Google Earth wird wärmstens empfohlen :)
Blythe,
Parker,
Lake Havasu,
Coolidge,
Cottonwood,
Williams Gateway,
Wickenburg,
Chandler,
Deer Valley,
Flagstaff,
Falcon Field,
Gila Bend,
Glendale,
Marana Regional,
Pinal,
Prescott,
Ryan Field,
Sedona,
Scottsdale,
Tuscon,
Winslow
So eine Vielzahl von Flughäfen
bietet neben viel Abwechslung auch viel Herausforderung. Jeder
Flughafen hat seine eigenen Anflugsverfahren, Beschränkungen,
Reize und Hindernisse. Hier mal eine kleine Zusammenstellung:
Lake Havasu:
Ein schöner Flughafen in der Nähe eines kleinen Sees im
Nordwesten Arizonas. Auffallend hier ist der Service, denn kaum
kommt eine ahnungslose Bonanza samt Insassen auf das Vorfeld
gerollt, so wuselt ein Mitarbeiter der "Piloten-Lounge" herbei
und weißt einem einen Parkplatz vor seinem Unternehmen zu, um
Benzin an uns zu verkaufen. Einziger Schönheitsfehler:
Unmögliche Beschilderungen und ein paar Missverständnisse ließen
uns plötzlich von Firma A betanken, und bei Firma B (Konkurrenz)
in der Lounge sitzen und dort Popcorn und Getränke zu uns zu
nehmen... 'Tschuldigung an dieser Stelle.
Williams Gateway:
An sich kein schlechter Flughafen, aber bestes Beispiel wie
überdimensioniert hier alles ist: Dieser Flughafen hat nicht
weniger als drei parallele Landebahnen, obwohl von hier nur
minimal viele kommerzielle Flüge starten und der sonstige
Flugverkehr der General Aviation sich locker auf eine, maximal
zwei Bahnen verteilen ließe. Nicht dass die Größe dieses
Flughafens so schon ausreicht, nein, der Flughafen ist eine
einzige Baustelle. Bis heute habe ich es auf keinem meiner
Stopps hier geschafft mich nicht zu verrollen.
Chandler:
Um bei Größenwahn zu bleiben. Direkt etwa 5 km westlich vom eben
genannten Williams Gateway liegt Chandler. Zwar hat dieser nur
zwei Parallelbahnen (immerhin so viel wie München), aber diese
sind unmöglich ausgerichtet. Eines schönen Abends wären wir hier
fast auf einem benachbarten Rollweg gelandet, denn die abends
tief stehende Sonne reduziert die Sicht enorm. Naja,
durchgestartet und noch einmal probiert, so haben wir das hier
ja gelernt...
Flagstaff:
Einer meiner Lieblingsplätze soweit, denn der Flughafen liegt
mitten in einem Riesigen Tannenwald. Der Flughafen liegt im
Norden Arizonas auf mehr als 2.000 m über dem Meer. Da brauch
die gute, alte Bonny doch spürbar mehr Startstrecke.
Auch so kann
Arizona sein. Über den Bergen bei Flagstaff. Am Horizont ist
Humpry's Peak, höchster Punkt Arizonas (3.854m)
Pinal:
Südlich von Phoenix, in der Gegend von Tucson gelegen. Wie auf
vielen anderen Flughäfen hier im trockenen Süden sind in Pinal
ausgemusterte Flugzeuge gelagert. Aber in Pinal sind es so viele
wie sonst fast nirgends. Unzählige Schätze stehen hier, neben
DC9s und DC10s Tri-Stars, DC8 und Boeing 707. Zu gerne würde ich
hier mit meiner Kamera herumlaufen, aber ein kleiner Blick von
oben musste bis heute genügen:
Unzählige
ausrangierte Flugzeuge warten in Pinal bei Tucson auf ihr
Schicksal
Sedona:
Dieser Flughafen liegt ebenfalls im Norden Arizonas und ist ein
gewisses Phänomen. Der Anflug ist atemberaubend, denn er führt
sehr nahe an riesengroßen roten Klippen entlang und der
Flughafen liegt auf einem Plateau, das einem Flugzeugträger
gleicht. Erst einmal dort angekommen, muss ein seltsames
Lufthansa-Ritual "durchlitten" werden. Man muss den dort
angebotenen Apfelkuchen probieren um mitreden zu können. Nur mal
so viel: Er schmeck nicht schlecht ;)
Rote Klippen in
der Gegend von Sedona
Rote Klippen in
der Gegend von Sedona
Anflug auf Sedona
Anflug auf
Sendona zum Zweiten. Wer sagt dass Flugzeugträger immer im
Wasser sein müssen?
Scottsdale
Zugegeben, ich bin erst einmal hier gewesen, aber der Flughafen
versprüht seinen eigen Charme. Scottsdale ist das Viertel von
Phoenix, dass für seine Nachtclubs, Striplokale und Puffs
bekannt ist. Nun tummeln sich auf dem Flughafen von Scottsdale
unzählige dicke Businessjets derjenigen die in diesem Gewerbe
dick absahnen. Achja die Stimme der Ground-Controllerin dort ist
übrigens auch ziemlich heiß. Aber ich habe schon einmal gehört,
dass mitunter die hässlichsten Frauen die erotischsten Stimmen
haben. Wahrscheinlich ist es also am besten, dass ich die Dame
bisher nur gehört und nie gesehen habe.
Tucson
"Bonanza 8173C follow Boeing 737, Runway 11L cleared to land,
caution wake turbulence" Dieser Satz beinhaltet eigentlich alles
was es zu Tucson zu sagen gibt. Es handelt sich um einen
"richtigen" Flughafen mit "richtigen" Flugzeugen à là B737, A320
oder MD80. Neben diesen Verkehrsflugzeugen fliegen die F16s der
US Air Force vom ihrem nahe gelegen Stützpunkt aus,
atemberaubende Manöver direkt neben unserer kleinen harmlosen
Bonny. Formationsflug, Tiefflug, enorm Steile Climb outs etc.
machen sie zu eine Augen- aber auf keinem Fall zu einer
Ohrenweide.
Tucson Intl. und
der Hauch der Weiten Welt
Leider ist die Bonny ein Flugzeug
mit Charakter und sie beschloss auf an einem schönen Tag, dass
sie keine Lust mehr hat anzuspringen. So weit so schlecht, denn
die liebe Bonny stand zu diesem Zeitpunkt gerade in Sedona, was
etwa 250km von Goodyear weg ist. Die Sicherung für den
Startermotor war herausgesprungen, und ließ sich nicht mehr
reindrücken, da sie blockiert war. Es muss wohl etwas im
Sicherungsbrett durchgeschmort sein. Jedenfalls standen wir da
und kamen nicht mehr weg. Mit dem Flugzeug konnte uns niemand
abholen da wir zu dritt zu schwer waren, da Sedona auch relativ
hoch liegt. Darum fuhren wir dann mehrere Stunden mit dem
Mietwagen zurück und kamen abends nach Hause obwohl wir morgens
um sieben abgeflogen waren. So was passiert nun leider, war aber
bisher das erste mal, weswegen es auch ein klitzekleines
Bisschen Spaß gemacht hat. Nun aber noch nachfolgend ein paar
weitere Impressionen der Cross-Country Flüge:
Abendlandung in
Glendale
Marana Regional,
endlich mal was anderes außer Buckeye und Mobile.
Ein fantastischer
Sonnenuntergang. Es lebe die Spätschicht!
Über den Wolken.
In der Ferne sind sogar Schneebedeckte Bergspitzen zu erkennen.
Neben der Cross Country Fliegerei
und der Airwork gab es Anfangs auch einige Solo Stunden, bei
denen ich ganz alleine im Umkreis von 50 km um Goodyear
herumflog. Definitiv ein einprägsames Erlebnis dass aber auch
bald zur Routine geworden ist. Ich will nicht leugnen, dass mir
diese Missions mit am Meisten Spaß gemacht haben, denn trotz der
Verantwortung die ein solcher Flug mit sich bringt, es sind eben
keine wachsamen Augen zusätzlich mit an Bord, die die ganze Zeit
bei einem auf Fehlersuche sind. Das hat - wie sonst ja
eigentlich auch alles- eben alles seine Vor- und Hinterteile.
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Frustration is not only a mental
thing… |
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Oktober
2007 |
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Es ist wohl Tradition, dass die
Kurse die die ATCA nach dem Ende der praktischen Ausbildung
wieder verlassen, sich auf irgend eine Art ein Denkmal bauen und
dies hier lassen. Die Palette reicht von Fotos mit den
Unterschriften der Kursmitglieder über gefüllte Kotztüten die
von der Decke hängen bis hin zu einem Baseball Schläger mit der
Aufschrift: „Frustration is not only a mental thing“. Auch wenn
ich mir langsam etwas doof vorkomme, und vielleicht auch
deswegen schon lange keinen Eintrag hier gemacht habe,
eigentlich will ich nicht jedes Mal wieder in die gleiche Kerbe
hauen. ..
Die letzen Wochen brachten einige
Besonderheiten, so hatte ich nun auch endlich meinen Checkflug,
welcher zwar gefühlt weit unter dem lag was ich in einer
normalen Flugstunde an Leistung abgegeben hatte, aber es schien
als ob mich da mein Gefühl betrogen hatte, denn mein Checkpilot
war zufrieden. -> Bestanden
Leider wurde nach dem Checkflug das
Wetter für ein paar Tage zu windig um fliegen zu dürfen,
weswegen ich nun erst vor Kurzem zu meinen beiden ersten
Soloflügen abheben durfte. Noch mit Fluglehrer am Boden,
der einem noch notfalls per Funk zur Seite gestanden wäre, aber
wenn nichts dazwischen kommt werde ich noch diese Woche dann zum
ersten „richtigen“ Soloflug, nämlich von Goodyear zu einem
Trainingsflughafen und zurück ganz alleine abheben. Vielleicht
erwartet der eine oder andere jetzt etwas spektakuläreres was es
von einem Alleinflug zu erzählen gibt, aber da man während des
Fluges eh auf das Fliegen konzentriert ist, denkt man nicht
sonderlich viel darüber nach ob man nun allein ist oder nicht.
Abschließend jetzt noch ein paar Bilder von den ersten
Soloflügen:
Meine Wenigkeit
auf dem ersten Alleinflug
Felix auf dem Weg
zur Startbahn
...und auf dem
Weg nach oben
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Back to Business |
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Oktober
2008 |
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Schau einer an, es hat sich was getan. Nach längerer Krankheit
ist unser Fluglehrer wieder hergestellt und wenn uns jetzt weder
Wetter noch die Tücken der Technik einen Strich durch die
Rechnung machen, dann wird jetzt endlich wieder verstärkt
geflogen. Die ersten aus unserem Kurs haben inzwischen schon
ihren ersten Checkflug hinter sich und sind nun dabei zum ersten
mal Solo zu fliegen. Unsere Gruppe hinkt ja leider aus genannten
Gründen hinterher, aber es scheint immerhin wieder etwas
Bewegung rein gekommen zu sein. Eigentlich haben wir schon fast
alles gelernt was wir für unseren Check brauchen, jetzt kommen
noch einige Kleinigkeiten dazu und es wird eben alles noch mal
wiederholt und geübt. Ein beispielhafter Tag beginnt mit dem
Briefing und den Flugvorbereitungen entweder um sechs Uhr
morgens für die Frühschicht oder um eine doch viel angenehmere
Zeit, nämlich um elf Uhr für die Spätschicht. Kurz wird dann
über die Inhalte der Flugstunde gesprochen und dann geht es raus
aufs Vorfeld um die Bonny startklar zu machen. Schließlich stößt
dann als allerletzter, wenn das Vorfeld schon wie leergefegt
aussieht, unser Fluglehrer nach Pepsi-Telefonier-Pause
hinzu und dann geht es, nach einem lauten „Cleaaaaaaaaaaaar
Prrrrrrrrrrop!! Schrei auch schon los. Via Run-Up Area, in der
der Motor getestet wird geht es auf die Runway und ab in die
Luft. Meist fliegen wir zu einem benachbarten kleinen Flughafen,
entweder Buckeye im Westen oder zum privaten Lufthansa-Flughafen
Mobile im Süden. Dort werden dann fleißig Platzrunden gedreht
und Landungen geübt.
Landetraining in Mobile
Wenn das zu langweilig wird
, wird noch eben ein Glide-Approach ohne Motorleistung, ein
simulierter Motorschaden in der Platzrunde oder ein ebenso
spektakuläres Manöver, sog. "Slips" eingeschoben. Die Airwork,
also das Fliegen von den unterschiedlichsten Manövern wird dann
irgendwo über der Wüste, in den ausgewiesenen Training-Areas
geübt. Dazu gehören neben Langsamflug, Steilkurven auch sechs
verschieden Strömungsabrisse. Trainiert werden auch
Notverfahren, zum Beispiel Engine Failure oder Engine Fire, bei
denen der Fluglehrer einem die Leistung rauszieht und man dann
im Segelflug auf ein Feld zuhält, dabei so genannte Memory Items
abarbeitet und Abnormal Checklisten liest. Und nebenbei Fliegen
und Funken sollte man natürlich dabei nicht vergessen.
Irgendwo
in den Training Areas
Stall
Recovery
Airwork
Einen Hauch von
Kunstflug kommt dann auf, wenn "Recovery from unusual Attitudes",
sprich das herauskommen aus ungewöhnlichen Fluglagen geübt wird.
Der Name sagt dabei eigentlich schon alles und hierbei kommt
durchaus das Spielkind in unserem Fluglehrer heraus, was vor
allem dem Magen des Schülers, der hinten drin sitzt und zuguckt,
mitunter nicht allzu gut bekommt. Nach momentan einer Stunde und
vierzig Minuten geht es dann zurück, entweder nach Goodyear oder
zu einem anderen Flughafen auf dem dann der gefolterte Schüler
vom Rücksitz weiterfliegt und man selbst, durchgeschwitzt und
platt sich hinten drin ausbreitet um die nächsten 1:40 als
Zuschauer zu genießen.
Midfield
Crossing in Goodyear, unsere Unterkünfte und der Campus sind
links der beiden "Seen"
Anflug auf
unsere "Heimat" Goodyear
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Wüstenluft |
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September
2007 |
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So,
nun endlich ein paar Eindrücke aus dem Paradies. Oder dem vermeintlichen
Paradies. Oder um es noch allgemeiner zu halten: Eindrücke aus den USA.
So stimmts. Tja warum dieses hin und her? Sicher, es ist toll hier. Ich
hatte Glück mit dem Fluglehrer, es ist wirklich lustig mit ihm, und ich
habe auch den Eindruck dass er Ahnung hat von dem was er tut und dass er
mir sicherlich einiges beibringen kann.
Das
"Ausbildungsgerät"
Sandsturm
Morgenschicht
Das fliegen selbst ist aber
hart. Jede Mission die ich fliege ist um Welten anspruchsvoller als die
vorhergegangene. Das bedeutet darum auch immer viel vor- und
Nachbearbeitung um am Ball zu bleiben. Es ist schon alles ziemlich
komplex, vor allem das Arbeitsvolumen zu organisieren um etwa nicht
mitten in der Platzrunde zu merken, dass man die Hälfte vergessen hat,
denn das wirkt sich definitiv nicht positiv auf einen sauberen 3°-Anflug
aus. Leider merkt man aber oft dass die Schule hier wirklich auf Maximum
läuft. Viel zu häufig schaut man zehn Minuten vor Briefingbeginn nochmal
eben in den Online-Dienstplan um zu merken, dass man gecancelled wurde.
Die Gründe sind vielseitig, neben einem kranken Fluglehrer, kann das
Wetter zu heiß, zu schlecht oder zu windig sein.
Gewitter
Die betagten Flugzeuge
haben halt auch alle ihre eigenen Krankheiten, und oftmals steht dann
eben kein Ersatzflugzeug zur Verfügung. Das alles ist dann eben
besonders ärgerlich, wenn man sich für den Flug fit gemacht hat, alles
vorbereitet hat und bereit für mindestens 1:40 volle Konzentration ist.
Dann ist danach eben gammeln angesagt, und man muss den angebissenen Tag
im Pool oder mit sonstigen möglichst anspruchslosen Tätigkeiten
totschlagen. Der Pool ist toll, wirklich, aber eben absolut nicht
ausfüllend wenn das Flugtraining einen nicht vorher so richtig schön
platt gemacht hat. Wie auch immer, damit muss man sich eben abfinden und
sich dadurch versuchen nicht aus dem Trainingsablauf bringen zu lassen. Naja, durch Umsturkturierungen der gesamten Ausbildung vor allem bei
Kursen die nach uns angefangen haben, soll sich die Situation ab Herbst
entspannen, und wir werden dann viel öfter fliegen. Wahrscheinlich folgt
dann an dieser Stelle ein Beschwerdebrief über den Mangel an Freizeit.
Golden
Bonny
Sonnenuntergang im Prop
Des weiteren kann ich nun eindeutig sagen, dass USA nicht Deutschland
ist. Das ist ja auch schon mal eine aufschlussreiche Erkenntnis, die wohl
keiner in dieser plumpen Ausdrucksweise nachvollziehen kann. Außer
Wüstenklima und den wüsten Klimaanlagen überall, sind da doch noch
einige kleine, Verzeihung super-sized, Unterschiede mehr oder weniger
offensichtlich zu finden. Es ist schon alles generell etwas chaotischer
und spontaner hier, die Menschen sind absolut hilfsbereit auf der einen
Seite, haben aber auch keine Hemmungen einen grundlos und überfall-artig
ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Es lebe die klischeemäßige, deutsche
Reserviertheit. Der Rest ist eigentlich allgemein bekannt, weswegen ich
mich darauf beschränken werde folgende Vorurteile zu bestätigen: Die
Autos sind im großen und ganzen dicker, der Sprit ist wirklich billiger,
die Müllproduktion enorm, die Fast-Food Auswahl zigmal größer, die Wüste
weit und riesig, die Kalorien kommen hier nur in größeren Gruppen vor,
die Kakteen sind riesig, Dr.Pepper schmeckt seit dem letzten mal auch
nicht besser und und und. Aber natürlich keine Regel ohne Auswahl
versteht sich ja. Den eigentlich hätte ich auch folgendes sagen können:
USA ist bunt, schillernd, abwechslungsreich, faszinierend und ein ganz
klein wenig verrückt.
Unterkünfte
Sunset-arrival
Beweisfoto, ich bin wirklich da
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