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Bemerkung:
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bye, bye Theorie |
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August 2007 |
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Tja,
nun war's das wohl fürs Erste mit stundenlangen Lernsessions, eintönigem
Theorieunterricht, grauem Bremen Nieselwetter, Wind, Sturm und frühem
Aufstehen. Ab jetzt heißt es den ganzen Tag am Pool liegen, ab und an 'nen
Road-Trip in die Städte Amerikas, und -achja, fast hätte ich's
vergessen- als Nebenbeschäftigung kann man ab und an am Steuer eines
Kleinflugzeuges zu einem Rundflug über die Wüste Arizonas aufbrechen. So
oder zumindest so ähnlich wird wohl meine Zeit in Goodyear, Arizona in
Zukunft aussehen. Generell läuft alles -momentan noch in Bremen- auf das
große Zwischenziel Praxistraining zu. Abgesehen von
Typerating-Unterricht für die Bonanza, der rechtlichen Vorbereitung etwa
auf die Luftraumstruktur der USA oder dem etwas mehr praxisorientierten
Phoenix-Briefings durch einen fortgeschritteneren Kurs ist die restliche
Theorie der Bremen 1 Phase abgeschlossen. Alle zusätzlichen Fächer die
uns auf Grund einer Verzögerung aufgedrückt wurden sind geschafft, genau
wie die zweiten großen internen Prüfungen. Diese liefen zwar bei mir
persönlich nicht ganz so wie die ersten, dennoch sind sie ab heute
Geschichte. Es waren uns allen eben die anstrengenden letzten 7,5 Monate
Theorie ohne Pause anzumerken. Der Kopf ist nun auf jeden Fall definitv
gesättigt mit Informationen. Gespannt erwarten wir nun alle den Abflug
nach USA, der kurz bevor steht. Zur Vorfreude, die zweifellos vorhanden
ist, mischt sich aber auch eine Prise Anspannung, denn schließlich
entsprach der eingangs aufgeführte Satz leider wohl eher weniger der
Wahrheit. Es wird eine sehr anspruchsvolle und einprägsame Zeit werden,
die weiterhin extrem viel von einem abverlangen wird. Zwar ist das
Fliegen eines Flugzeugs nicht sonderlich anspruchsvoll, es aber schon
wie ein Verkehrsflugzeug mit all den vorgeschriebenen Procedures zu
fliegen dagegen sehr. Auch das neue Umfeld, die Hitze und die turbulente
Luft werden wohl so ihre Spuren hinterlassen. Aber es wird wohl auch
eine großartige Zeit werden, dies zumindest sind ausnahmslos die Stimmen
derjenigen Schüler die schon dort waren, egal ob erst seit kurzem
zurück oder schon lange Kapitän auf der Linie. Rückblickend war es
bisher hier in Bremen in der so kurz gefühlten Zeit auf jeden Fall neben
sehr stressig auch sehr spaßig. Ich hoffe mal dass das auch so bleibt
und blicke gespannt in Richtung Westen...
Tja,
nach lange Zeit habe ich mal wieder etwas Zeit gefunden, ein wenig auf
die vergangenen Monate zurückzublicken. Nun ist es auch schon wieder
über einen Monat her, dass wir unsere ersten Internen Tests geschrieben
haben. Um die meinen Tagesablauf einige Wochen davor zu beschreiben
reichen drei Wörter: Schule - Lernen - Schlafen. Aber es hat sich
gelohnt. Ich habe alle Tests ohne Reteste bestanden, auch wenn es in
NAV1 doch schon sehr kanpp war... Nur wenige Tage danach ging
es mit dem
Training für das Funkzeugnis BZF los, welches auch zwei Wochen nach den
Internen Tests von einem Fluglotsten und einem Beauftragten der
Bundesnetzagentur abgenommen wurde. Den entsprechenden Funkverkehr für
VFR - Flüge in den USA könnte ich also abwickeln. Eigentlich gäbe es ja
nun eigentlich keinen Grund mehr länger auf die praktische Ausbildung zu
warten. Aber da in Phoenix gerade aus einer Vielzahl von Gründen gerade
Chaos herrscht, wird halt weiter Theorie gelernt. Dabei sind wir schon
mitten in dem Stoff, der eigentlich erst für die BRE II Phase vorgesehen
wäre, und der nötig wäre ein Verkehrsflugzeug -nicht jedoch die Bonanza-
zu fliegen. Dazu zählen Dinge wie Trägheitsnavigation, IFR-Luftrecht und
weitere Dinge, die ich während der PHX-Zeit mit Sicherheit wieder
vergessen werde. So wie es momentan aussieht werden wir noch so einigen
Stoff vorziehen, denn nach unserer Rückkehr aus USA sind es etwa nur
noch zweieinhalb Monate, bis zum ATPL. Momentan noch unvorstellbar! Aber
man hat uns schon beruhigt, im Prinzip könnte man die ATPL - Prüfung
auch bestehen ohne jemals in einem Flugzeug gesessen zu sein.
Die LFT
Momentan laufen während dem Unterricht, der doch etwas zäher geworden
ist, noch einige andere spannendere Dinge: So ging es kürzlich ein paar
mal nach Frankfurt, um zum einen das Medical verlängern zu lassen und um
sich in der US-Botschaft bezüglich des Visums für USA zu zeigen. Dabei
konnte ich mich auch ein wenig in der Lufthansa Basis und in der Werft
der LH Technik umschauen. Unser Ausweis ist halt schon was feines. Es
war schon etwas besonderes sich in das Cockpit der einzelnen Flieger die
da so im Hangar rumstanden zu setzten und vom fliegen zu träumen. Etwas
Motivation muss schon sein...
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Der erste Monat |
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Januar 2007 |
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Nun
sind schon einige Wochen vergangen und schon seit langem zählt sich unser
Kurs nun zu den „Großen“ an der Schule. Vor nicht allzu langer Zeit haben
wir noch selbst mit vor Ehrfurcht erstarrter Mine zu denen da droben
aufgeschaut aber nun genießen wir lieber die Höhenluft und blicken zu
denen, die sich noch den Berg hocharbeiten. Unser ganzer Neid galt etwa
den Mitarbeiterausweisen, die mit Bild versehen waren. Die vorläufigen
Plastikkärtchen hatten einen doch zu leicht als Greenhorn entlarvt.
Tja, was gibt es zu sagen. Am einfachsten lässt es sich wohl damit
ausdrücken, zu sagen dass man sich eingewöhnt hat. Man hat sich an die
Menge des Stoffes und an das (fast) alltägliche lernen gewöhnt. Man kennt
die Macken der Lehrer, weiß auf welche Stunde man sich freut und welche
Soße am bestem zum Salat passt. Das wöchentliche Aero-Trim Training,
welches der Luftkrankheit vorbeugen soll, ist immer noch sehr
unterhaltsam, aber schlecht wir mir da schon lange nicht mehr.
Aero-Trimm,
Training gegen Luftkrankheit
Ab und an
taucht eine kleine, außergewöhnliche Abwechslung auf dem Stundenplan auf.
Etwa das Projekt Destination Lufthansa, bei welchem von hochrangigen
Vertretern über den Konzern referiert wird. Nächste Woche ist schon der
nächste Event dieser Art, das Hemd ist schon gebügelt und hängt im Schrank
bereit.
Ganz anders als ich selbst, beginnt die Zeit zu fliegen. Die Wochen gehen
unendlich schnell vorbei und zwischen Schule, Lernen, Barabenden, Kickern
und Hemden bügeln rücken langsam, ganz langsam doch schon das erste
Zwischenziel näher. Die internen Prüfungen, die sich dunkel und knurrend
vor die Praxisphase in den USA gestellt haben, und deren Zähnefletschen
man manchmal, zum Beispiel nachts ganz ganz leise hören kann. Tja, etwa in
einem Monat beginnt die heiße Phase, da wird es wohl noch stressiger
werden, als es momentan schon ist. Mal sehen, was die Zukunft bringt, ich
halte mich auf jeden Fall mit der Vorfreude bei Laune und werde
hoffentlich bald wieder die Möglichkeit haben, ein paar Zeilen zu
verfassen...
Barabend
Kickern...
Strafvollzug beim Kicker-Spiel
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Erste Schritte |
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Dezember 2007 |
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Tja, und dann ging es los. Schon
erstaunlich, wie schnell etwas, auf das man sich Monate lang gefreut hat
plötzlich zur Routine wird. Natürlich gilt es vor allem den ersten
Schultag zu erwähnen
Begrüßung...
Alles fing noch ganz human und,
der geschätzte Leser möge dies verzeihen, unspektakulär an. Begrüßungen
diverser Lehrer, Schulleiter, Ausbildungsleiter und was sonst noch so Rang
und Namen hat. Neben freundlichen Begrüßungsworten wurde aber auch
verstärkt der ausgestreckte Zeigefinger mahnend zum Himmel erhoben.
Niemand solle die Ausbildung auf die leichte Schulter nehmen und sich von
der immer wieder sehr hoch eingeordneten Quantität des zukünftigen
Theoriestoffs nicht erschlagen zu lassen. Aufgrund hochrangigem und hochdeckoriertem Besuch bei den Fliegern der Bundeswehr, die ebenfalls an
der Flugschule beheimatet sind, war alles die gesamte Schule in Aufruhr.
Deshalb wurde dann leider auch die Hausführung vertagt und es ging nahtlos
mit Unterricht los. Doch wie es in dieser Pilotenschmiede üblich ist
sollte man sich als Neuling am Ersten Tag in der ruhigen, abgeschirmten
Unterrichtsatmosphäre nicht allzu sicher fühlen. Traditionsgemäß wurden
die Neuankömmlinge erstmal kräftig –ich bitte den Ausdruck zu
entschuldigen- nach Strich und Faden verarscht. Dies war wohl im Vorfeld
bekannt, aber die Ausmaße und die Art und Weiße, die sich wohl am am
ehesten mit dem Wort Dreistigkeit beschreiben lässt, waren doch
verblüffend und der gutgelaunte Flugschüler, der am Morgen noch mit stolz
geschwellter Brust zum Ersten mal die Flugschule betreten hat wird
plötzlich unsicher und kleinlaut. Diese Begrüßung, die sich doch an der
Grenze des Guten Geschmacks bewegt hatte, aber rückblickend doch sehr
lustig und wirklich sehr gut vorbereitet und gespielt war, lässt einen
doch im Nachhinein ins Grübeln kommen, wie man denen –trotz dem Wissen um
diese Verarschungs-Tradition am ersten Tag- so komplett auf den Leim gehen
kann.
Verarsche durch
den Vorgängerkurs
Naja, wie auch immer ich freu mich jedenfalls schon auf Mitte
Januar, wenn wir die "Großen" sind und der arme 353NFF von uns kräftig in
die Pfanne gehauen wird. Zur Mittagszeit wurden wir von unseren Peinigern,
sprich dem Vorgängerkurs, noch in der Kantine der Öffentlichkeit
vorgestellt. Doch LFT wäre nicht LFT, wenn das ohne einen Haken gehen
würde. Dabei wurde uns unser noch nicht beschlossenes Kursmotto "Fly
naked" zum Verhängnis. Mit Hübschen String-Tangas und einem wunderhübschen
Oberteil auf welchem dick unser Spruch stand, ging es mit den
weihnachtlichen Engelchen auf dem Kopf, einmal quer durch die Kantine.
Währenddessen wurden wir korrekt, förmlich und ohne die kleinste Priese
Schadenfreude vorgestellt. Tja und das war es dann auch schon fast. Es
stand nur noch eineinhalb Stunden verarscht werden auf dem Programm,
diesmal wieder von einem Lehrer, auf eine sehr skurile und doch schon
etwas übertriebene Art und Weise. Dennoch sehr lustig und vielleicht auch
ein kleines bisschen lehrreich. Nachdem schließlich alle Wirren des Tages
vom Vorgängerkurs vollständig aufgelöst waren, war Feierabend. Auf ein
neues am nächsten Tag.
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